Schlagwort-Archiv: Geld

Kleine Geschichte von Maximilian, dem ersten Banker

Versetzen Sie sich einmal zurück ins Jahr, sagen wir mal 1642*. Lautes Marktgeschrei überall. Viele Menschen, die sich um die Stände drängeln. Da gibt es fast alles, was zu dieser Zeit gebraucht wurde: vom Schnürsenkel bis zur Lederschürze, vom Obst, über Gemüse, Fleisch, Fisch bis hin zu Werkzeugen. Messerschleifer bieten ihre Dienste an und Fahrende führten ihre wundersamen Künste auf. Mitten unter diesen Menschen sind Sie.
In einem kleinen Beutel, den Sie eng bei sich tragen, haben Sie ein paar Gold- oder Silbertaler versteckt. Sie kaufen dieses und jenes ein; das Nötigste halt, was Sie für die nächsten Tage brauchen und machen sich wieder auf – zu Fuss – um zu ihrem bescheidenen Häuschen zu gelangen, wo die hungrige Familie schon wartet. Aber unterwegs müssen Sie durch einen dunklen Wald gehen. Und obwohl es oft gut gegangen war, sollte es diesmal anders kommen: Sie werden von zwei Räubern überfallen, die ihnen ihr ganzes Hab und Gut abnehmen! Nebst den Waren, sind dies auch die verbliebenen Goldmünzen oder Silbertaler!

Solche Szenen waren in jener Zeit nicht ungewöhnlich. Es gab viele Räuber im Lande. Und man tat gut daran, achtsam zu sein, wenn man durch die Gegend reiste! Dies war auch in jener kleinen Stadt nicht anders. Aber zu der Zeit wohnte da ein schlauer Geschäftsmann. Er war von Beruf Goldschmied. Sein Name war Maximilian.

Eines Tages trat er vor das Volk auf dem Marktplatz und alsbald standen schon sehr viele Leute um ihn herum. Gebannt folgten sie seinen Gedanken. Maximilian hatte nämlich die Idee, dass alle Leute, die dies möchten, zu ihm kommen sollten, um ihr Gold und Silber sicher aufzubewahren. Der Goldschmied hatte ein grosses Haus mit dicken Mauern. Darin hatte er sich aus festem Stahl Tresore bauen lassen, genug gross, um alles Gold und Silber der Bewohner dieser Stadt aufzubewahren. Aber die Bewohner brauchten ihre Münzen um zu zahlen! Wie sollten sie darauf verzichten?! Dazu hatte Maximilian sich folgendes ausgedacht. Jeder, der ihm sein Gold oder Silber brachte, bekam dafür einen Schein, der beglaubigte, dass er oder sie rechtmässige Besitzer seines Goldanteiles war. Auf dem Papier standen der Name, das Datum der Einlagerung und der Betrag als Gegenwert des Edelmetalls und der Unterschrift.

Mit diesen Scheinen konnte nun jeder Bürger und jede Bürgerin bezahlen! Statt die schweren Münzen mit sich herumzuschleppen, hatten sie nun nur noch einen oder mehrere Papierscheine in ihren Portofeuilles! Die Idee hatte so schnell Erfolg, dass alle begeistert dabeiblieben. Sie wussten ja, dass sie ihr Gold oder Silber jederzeit abholen konnten, wenn sie dies nur wollten. Dieser Gedanke blieb in den Köpfen haften. Wozu das schwere Zeug mitschleppen, wenn der Schein doch ebenso viel Wert besass!? Zudem hatte dieser Schein noch einen grossen Vorteil. Jeder Bürger bekam obendrein am Jahresende noch einen Zusatzschein für die Lagerung der Münzen und Barren ausgestellt, der sogenannte „Zins“. Da musste Mann und Frau doch einlenken! Zwar konnten auch diese Scheine gestohlen werden, aber das transportieren und verstecken ging doch viel einfacher als vorher.

Dies war sozusagen die Geburt des Geldes! Denn nichts Anderes war Geld am Anfang, als der Gegenwert eines diesem zugrundeliegenden Wertes, meistens in Form von Gold! Natürlich hob bald niemand mehr sein Gold ab! Es blieb fortan in Verwahrung von Maximilian, der so zu der ersten Bank wurde, die es gab! Tage, Wochen, Monate, ja Jahre lag dieses Gold einfach so da herum! Es lag nutzlos und verwaist da in dunklen Tresoren und wurde von niemandem mehr begehrt! Die Zeit verging im Flug. Und Maximilian kam erneut eine grossartige Idee! Wenn doch sowieso niemand dieses Gold und Silber mehr abholte, so konnte er doch auch mehr Scheine ausgeben, als Gold und Silber gelagert waren! Die Tatsache, dass plötzlich ALLE ihr Gut wieder abholen würden, sank praktisch gegen Null. Und so kam es, dass auch niemand bemerkte, was Maximilian tat. Denn er alleine hatte die Kontrolle über den Gold- und den Geldbestand! Er vergab bald Kredite! Er füllte Scheine aus, ohne dass ihm jemand dafür Gold zum Lagern bringen musste! Dafür musste der Geldleiher ihm Zinsen zahlen. Und die wundersame Geldvermehrung nahm seinen Lauf.

Alsbald waren Jahrzehnte vergangen. Alles funktionierte bestens und der alte Maximilian übergab das Geschäft seinem Sohn. Dieser war mindestens so gewieft wie er. Er trug das Gen der Geldvermehrung in sich. Und so baute er immer mehr solche Häuser, die er von nun an «Bank» nannte. Längst waren die Scheine viel mehr geworden als das in den Tresoren gelagerte Gold! Das Gesetz, welches besagte, dass nicht mehr Geld im Umlauf sein durfte, als sein realer Goldgegenwert, wurde von einem der Familie nahestehenden amerikanischen Präsidenten Anfang der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts abgeschafft. Das Verhältnis stieg alsbald in horrende Höhen und keiner dachte mehr daran, dass früher der Gegenwert gegolten hatte. Man vergass Gold und Silber vollkommen.

Aber nach dutzenden von Generationen war man immer noch bei diesen Geldscheinen geblieben. Und der Betrug damit blieb aufrecht. Mit der Erfindung der digitalen Technik, ergaben sich plötzlich ganz neue Dimensionen! Denn von nun an, war es möglich geworden, dieses Papier, genannt Geldscheine, lediglich in Zahlen umzuwandeln! Und ein nächstes Zeitalter war angebrochen!

Das «System» hatte sich verselbstständigt. Keiner konnte es mehr aufhalten! Gold und Silber konnte man zwar noch kaufen, aber ohne Rücksicht nehmen zu müssen auf das reale Vorkommen des physischen Metalls! Dazu erfand man besondere Finanzinstrumente und nannte sie «Futures», «Hedge-Fonds» oder «ETF» usw. Von nun an wurde «gehebelt» und «leer verkauft». Das heisst, man konnte etwas kaufen oder verkaufen, was es gar nicht gab! Welch wundersames Instrument für Anleger und Spekulanten. Dadurch sanken die realen Preise oder sie stiegen zumindest nicht in dem Mass, wie man dies erwarten musste aufgrund von Angebot und Nachfrage. Diese beiden spielten eigentlich keine Rolle mehr bei solchen Finanztechniken. Alles wurde zu Papier und dann zu virtuellen Zahlen gemacht! Die Geldmenge stieg in schier unglaubliche Höhen, weil nun sogenannte «Notenbanken» jede Bank mit Zahlen und Geld beleihen konnten. Ja es kam sogar der Tag, an dem die Notenbanken den Banken sogar Geld dafür zahlte, dass sie bei ihnen Geld ausliehen. «Negativzinsen» wurden Tatsache! Man befand sich quasi in einem Schlaraffenland, wo das Geld auf den Bäumen wuchs – aber leider nicht für alle Menschen.

Währenddem die einen so hantierten und hebelten, was das Zeug hielt, schufteten die anderen sich schier zu Tode um wenigsten Hartz 4 zu kriegen! Viele gingen zu Grunde, krepierten jämmerlich. Es gab Orte auf dieser Welt, wo die Armut so gross wurde, dass sich die Menschen nicht einmal mit einem Jahreseinkommen diejenigen Schuhe kaufen konnten, die sie für die sogenannte «westliche Welt» nähten!

Die Maximilians und seine Neffen, Enkel, Urenkel und was noch alles, florierten mit den gehebelten Geldern in stinkigen Geschäften. Es kam auch vor, dass der eine oder andere Präsident von Amerika wurde oder sonst eine hohe Position innehatte. Der Krake breitete sich leider nur allzu leicht aus. Und kaum meinte man, einen Tentakel erledigt zu haben, wuchsen zwei, drei, ja tausend andere nach! Inzwischen hatten sich die Menschen aber so sehr daran gewöhnt, dass kaum mehr einer bei solchen Praktiken aufmuckte oder widersprach. Es herrschte eine Art «Bewusstseinstrübe» im Land und die meisten gaben sich damit zufrieden, dass sie ihr kleines «Schäfchen» zu ihrem Nutzen nach Hause tragen konnten. Sich das eine oder andere leisten zu können, darauf waren sie mächtig stolz. Der Staat, der ja nur allzu sehr um das Wohl der Bürger besorgt war, schüttete hin und wieder kleine Zückerchen über das lechzende Volk und konnte es damit wieder beruhigen – bis zur nächsten Wahl. Man dachte sogar eine zeitlang, man könne es aus Helikoptern abwerfen, das war so eine Art Fluggerät, welches die Menschen in jener Zeit erfanden. Solches Geld wurde dann auch „Helikoptergeld“ genannt. Nach den Wahlen verblasste alles wieder für lange Zeit.

Und wenn sie nicht gestorben sind, scheffeln sie auch heute, im Jahr 2037, immer noch schlafend ihre kleinen mühevoll verdienten Freudenschätze und überlassen das grosse Ganze gern den Verwandten Maximilians, die es langsam aber sicher zu Tode richteten, währenddem sich ihr Geld von damals locker und fast unmerklich halbierte…

*Diese Zahl soll fiktiv stehen und hat keine geschichtliche Relevanz.

Abonnieren Sie meinen Newsletter und werden Sie über alle neuesten Beiträge monatlich informiert! 69

Urs Weth, „Selbst-Reflexion als soziale Kernkompetenz“ – „Ursli und der Traum vom Schiff“, Kinderbuch… – „Lebendige Prozesse“, Fachbuch über Kunsttherapie… – Einblicke in die Kunsttherapie… ein Resume nach 25 Jahren…

Ohne Grund Einkommen?

Die Diskussion über ein bedingungsloses Grundeinkommen bringt zumindest eines an den Tag: Fragen zu scheinbar tabuisierten Themen der wirtschaftlichen Mechanismen unserer Gesellschaft. Der Fokus liegt immer mehr auf dem Geld und weniger auf den Gütern. Ist Geld ein notwendiges Übel oder ein heilbringendes Mittel einer gut funktionierenden Wirtschaft? Beides ist wohl Geschmacksache. Sicher ist, es kann nicht per se verurteilt und als etwas Schlechtes abgetan werden. Sicher ist auch, dass Geld eine Dynamik ins Leben bringt, die bei Weitem nicht allen Menschen den lebensnotwendigen Bedarf beschert. Oder wussten Sie, dass nur schon in der steinreichen Schweiz rund 1 000 000 Menschen unter der Armutsgrenze leben?

Geld ist ein (moralisches) Mittel
BrotWährenddem die einen wenig Mühe haben, den Überfluss clever und gewinnbringend anzulegen und immer weiter wachsen zu lassen, müssen andere jeden Krumen zusammenlesen, um überhaupt überleben zu können. Das liegt aber nicht am Geld selbst, sondern am Umgang damit. Wie alle „Mittler“, verbindet es zwei oder mehrere Dinge. Güter und Leistung, Arbeit und Zeit und vieles mehr. Es stellt einen Faktor dar, der mittels „barer Münze“ oder heute meist schon digital, das heißt nur als Zahl, ausgeglichen wird – (was viele nicht wissen: Letzteres ist bis heute nicht im Grundgesetz verankertes Zahlungsmittel).
Eine Leistung, die erbracht wurde, wird bemessen, eingeschätzt und dann ausgeglichen. Nur ist das so eine Sache mit den Bewertungen. Sie sind das eigentliche Problem. Es gibt viele Menschen, und zu denen zähle ich mich auch, die in ihrem Leben sehr viel Zeit und Arbeit unentgeltlich und freiwillig verrichtet haben. Dies geschah/geschieht aus ganz unterschiedlichen Motiven heraus. Sie taten oder tun zum Teil dieselbe Arbeit, die ansonsten mit hohen Gehältern beglichen wird. Arbeiten, die hohe Anforderungen stellen, gute Ausbildungen und viel Erfahrung erfordern. Solche Leistungen werden im Allgemeinen hoch angesehen und geschätzt. Im Gegensatz dazu werden oft Menschen verurteilt, die sich „anmaßen“, Geld für ideelle Arbeit zu verlangen.

Freiwilligenarbeit muss man sich leisten können
Solche „Freiwilligenarbeit“ oder „ehrenamtliche“ Tätigkeiten muss man sich allerdings auch leisten können. Wenn ein Arzt, der pro Tag 1000 – 2000 Schweizer Franken verdient, an einem Tag in der Woche auf seinen Lohn verzichtet und eine soziale Tätigkeit zum Wohle der Allgemeinheit verrichtet, so ist das sehr löblich und durchaus nachahmenswert. Erwartet man dasselbe von einem Arbeitslosen, so muss das schon als Frechheit bezeichnet werden. Leider haben heute wenige Menschen eine Sensorik für eine pragmatische, soziale Gerechtigkeit und sehen nur das Endergebnis. Was dahinter steckt, wird verdrängt oder schlicht nicht wahrgenommen.

Zeit als Bemessungsfaktor
Das Abwägen der Geldmittel ist jedoch ein sozialer und äußerst diffiziler Akt. Das liegt sowohl an der Fremdeinschätzung wie an der Selbsteinschätzung jedes Einzelnen, an den persönlichen Bedürfnissen und am „gesunden Verstand“, den jeder zu haben meint. Es liegt aber auch am nötigen Weitblick und am Verständnis der Funktionalität des Geldes. Wenn jemand zu viel Geld hat, oder zu wenig, so ist daran nicht die Funktion des Geldes „schuld“, sondern die mangelhafte soziale Empathie, die den Geldwert bestimmt. Die Reife oder Unreife des Menschen macht Geld zum Segen oder zum Fluch. Dahinter stecken eine materielle und eine geistige Komponente. Der Bedarf an Gütern, Produkten, Waren und Dienstleistungen, bedarf einer Bemessung durch Zeit. Zeit ist der notwenige Faktor, der den Wert bemessen kann. Gerät dieser Faktor aus dem Ruder, dann wird Geld zum Fluch. Wenn an der Börse einige Klicks in wenigen Sekunden zu immensen Gewinnen führen können, dann beeinflusst dies den gesamten Handel. Es zwingt normale wirtschaftliche Abläufe zur Rationalisierung bis hin zu absurden, untragbaren Anforderungen.

Soziale Verträglichkeit von Geld
Die geistige Komponente liegt im Innern jedes Menschen und könnte als „persönlicher Egoismus“ bezeichnet werden. Die Schwierigkeit dabei ist, dass nur immer jeder für sich selbst das Maß seines Bedarfs kennen und schöpfen soll. Keiner ist befugt, des Anderen Grenze zum Egoismus festzusetzen! Das ist ein sehr wichtiger Punkt! Es gibt in verschiedenen anthroposophischen Einrichtungen neue wirtschaftliche Wege, die als Versuch angesehen werden können, mit sozial verträglicheren Mitteln umzugehen. Die Basis dafür ist die „soziale Dreigliederung“ Rudolf Steiners, der „Nationalökonomische Kurs“, „Kernpunkte der sozialen Frage“ und andere Schriften. Die Latte ist für die Praxis sehr hoch angesetzt und funktioniert meistens nur mäßig bis gar nicht; oder sie wirkt sogar kontraproduktiv. Denn das Funktionieren „ehrlicher“ Löhne und die Selbsteinschätzung von Bedürfnissen, hängen an einem dünnen Fädchen zur (Un-) Freiheit. Es bedarf einer großen Reife – und – vor allem: Vertrauen aller Beteiligten! Hierin liegt eine (moralische) Bedingung. Und an beidem mangelt es zumeist! Dass in einem solchen System nur jeder für sich selbst entscheiden kann und muss, wird zum wesentlichen Streitpunkt. Keiner darf des anderen Tun und Wirken verurteilen! Und genau hier setzen Unfreiheit, Gruppenzwang und Schuldgefühle ein, die großen Schaden anrichten können. Genau dies aber sind Faktoren einer sozialen Verträglichkeit von Geld.

Der Faktor Freude
Es ist auch bedenklich, wenn man Geld nicht an Arbeit binden möchte. Denn Geld ist im Wesentlichen nur dies: Arbeit! Umgekehrt muss Arbeit nicht zwingend Geld bedeuten! Der Wert der Arbeit kann natürlicherweise auch wo anders liegen als in einem „Müssen“. Er kann schlicht und einfach in Form von Freude grosse Erfüllung bringen! Geld und Freude gegeneinander anzusetzen ist problematisch und unzulässig. Denn das Geld hat eine vollkommen andere Funktion. Es liegt im materiellen Bereich und der ist an Bedingungen geknüpft. Geld ist zum (physischen) Überleben in unserem westlichen System notwendig. Jeder hat monatliche Ausgaben, die er decken muss. Selbst ein scheinbar „geldlos lebender“ kostet Geld (nur fällt es nicht ihm an, sondern anderen, die ihn unterstützen). Alle müssen Einnahmen in Form von Geld erbringen, denn der Vermieter wird sich kaum mit der Freude zufrieden geben. Die Freude selbst aber kann nicht mit Geld bezahlt werden. Sie ist außerhalb jedes wirtschaftlichen Systems angesiedelt und hat schon viel mehr mit Liebe zu tun. Sie steht als eine geistige Kraft ausserhalb des „Systems“. Man kann jede Arbeit, die bezahlte oder die unbezahlte, mit Freude tun oder mit Missmut. Die wirkliche Freude hängt nie am monetären Gegenwert. Eine solche Freude mag näher bei der Lust stehen und hat mit der eigentlichen Tätigkeit oft wenig zu tun, sondern eher mit einem persönlichen Gewinn. Die Verbindung beider Werte könnte zum Ideal werden: Bezahlte Arbeit mit Freude zu tun! Ein „bedingungsloses Grundeinkommen“, wie es aktuell gerade im Rahmen einer Volksabstimmung  in der Schweiz diskutiert wird und am 5. Juni zur Volksabstimmung kommt, könnte ein Anfang auf diesem Weg sein. Aber gleichzeitig müsste der Fokus auf eine andere Tatsache gelenkt werden: den Wert des Geldes wieder ehrlicher und adäquater, zum reinen „Mittler“ werden zu lassen. Geld darf nicht Selbstzweck bleiben. Dazu verleitet das Zinses und Zinseszins-System in hohem Maße. Es müsste wieder in seiner urtümlichen Funktion verstanden werden, zu „Vollgeld“ werden, das heißt, es dürfte nicht primär aus Schulden geschöpftes Geld aus dem Nichts sein…

Urs Weth, „Selbst-Reflexion als soziale Kernkompetenz“ – „Ursli und der Traum vom Schiff“, Kinderbuch… – „Lebendige Prozesse“, Fachbuch über Kunsttherapie…

Wirtschaft und Mensch

WirtschaftWas sind gegenwärtig die wichtigsten Antriebe für den Handel zwischen Menschen? Ist es die christliche oder humane Gesinnung für einen fairen Handel mit fairen Mitteln? Ist es die eigene Freude, anderen Menschen etwas Gutes zu tun? Oder ist es der uneigennützige Antrieb, anderen Menschen aus purer Liebe Freude zu bereiten? Vielleicht auch die reine Lust am Handel?
Wohl nichts von alledem!

Das wesentliche Motiv – welches oft kaschiert auftritt, der persönliche finanzielle Gewinn, wird kaum jemand bestreiten, ohne Selbstbetrug zu begehen. Es ist die Maximierung des Umsatzes, die allen anderen Motiven voransteht. Der Drang, immer reicher und wohlhabender zu werden, sich immer mehr leisten zu können, der persönliche Wohlstand. Jedes andere Argument kann bestenfalls eine Alibi-Bezeugung sein, ein schöner Vorwand, um den wahren Grund zu verbergen. Wenn Aktionäre eine schmeichelhaft hohe Dividende ausbezahlt bekommen, kann es ihnen doch völlig Wurscht sein, ob die Firma an die Chinesen verschachert wird…
Natürlich können persönliche Freude an der Arbeit und der Nutzen idealerweise verschmelzen und zusammenwachsen. Bleibt der Gewinn aus, verdirbt es in den meisten Fällen jede Freude dieser Art. Wer etwas verkaufen will, egal was, muss sich in das Räderwerk der “freien“ Marktwirtschaft, wohl oder übel, einfügen.

Gewinnoptimierung

Die Gewinnoptimierung hat schon sehr viel Phantasie in der Geschichte der Menschheit angeregt. Selbst wenn wir eine, für anständige Menschen gezogene Grenze überschritten glauben, so sind wir noch lange nicht am Abgrund legaler (oder versteckt illegaler) Möglichkeiten angelangt. Es ist heute eine Selbstverständlichkeit geworden, Geräte, Apparate, Bestandteile, Kleider, Schuhe e.t.c. so zu konstruieren, dass sie kurz nach Ablauf der Garantiefrist (im Fall der Gerätschaften) irreparabel kaputt gehen (Stichwort Sollbruchstelle). Ein persönlicher Einschub sei mir erlaubt: Letzteres erlebe ich nämlich regelmässig bei der Munddusche, die nun zum dritten mal hintereinander nach knapp drei Jahren einen Riss am Kabel aufweist, immer exakt an der gleichen Stelle, die technisch durchaus besser gelöst werden könnte. Die Garantiefrist beträgt zwei Jahre. Selbstreparatur ist praktisch ausgeschlossen, weil man das Gerät nur mit radikalen Methoden (Hammer und Zange) öffnen kann…

Kundenbindung

Selbstverständlich gibt es noch viele andere Möglichkeiten der Kundenbindung. Ohne den Druckverbrauch zu erhöhen, haben sich die Kosten für Tinte in den letzten zwei Jahrzehnten in meinem Fall mindestens verdreifacht, bis ich übergegangen bin, wieder professionelle, gebrauchte Drucker zu verwenden, die nur 10% des Tintenverbrauchs eines neuen aufweisen! Hinter dieser Tatsache stecken bestimmt keine humanen Gründe. Nur: wie banal sind solche Dinge im Vergleich zur menschlichen Gesundheit! Wenn das “Verkaufsgut“ Geräte sind, dann tangiert es uns, mal abgesehen davon, dass es Ärger verursacht, dennoch wenig.
Bei den Medikamenten zum Beispiel ist das „Endprodukt“ der Mensch! Hätte die Gesundheitindustrie wirklich Interesse daran, Menschen zu heilen, dann würde sie doch bald schon abdanken können! Das wäre nur dann nicht der Fall, wenn die Gesinnung der dortigen Manager der erstgenannten, humanen Variante, entspräche. Dies käme aber wohl kaum dem Anforderungsprofil eines solchen nahe.
Würden Medikamente die Menschen wirklich heilen, dann würde der Umsatz in kurzer Zeit stark zurückgehen. Das mögen Aktionäre nicht gerne. Deshalb gilt der Grundsatz der Gewinnoptimierung selbstverständlich auch in diesem Fall. In diesen Tagen werden in den Nachrichten (…alle halbe Stunde und an erster Stelle!) die grandiosen Gewinne eines bekannten Basler Chemiekonzerns von über 9000000000 Sfr. (9 Milliarden!, Tendenz steigend, trotz Finanzkrise) vermeldet. Ich habe mich gefragt, was das Motiv sein könnte, dass diese Nachricht in der Öffentlichkeit an so vorrangiger Stelle präsentiert wird!? Werden die Leute sagen: „WOW, toll! – Uns geht es aber gut!“ Doch eher müssten sich die meisten verärgert oder betrogen fühlen?

Kunden finden, Kunden binden, heisst es im Jargon der Verkaufsschulung. Im Fall der Medikamente heisst dies fatalerweise, dass es möglichst viele kranke Menschen geben muss und dass man sie möglichst lange (chronisch) krank halten muss (akute Krankheiten oder der Tod rentieren weniger). Die Abhängigkeit von einem Medikament (sprich, eine „Gesundheit“, die immer so auf der Kippe steht), ist der beste Garant für einen florierenden Markt! Wie absurd ist diese Situation!
Und sie spiegelt nicht nur die Absurdität der Pharmaindustrie, sondern jene eines ganzen (Markt und Finanz-) Systems. Niemand scheint den Irrsinn zu durchschauen. Der Massenschlaf geht endlos weiter. Glaube ist nirgends so ausgeprägt wie jener an dieses System. Religionen könnten stolz darauf sein! Es ist vor allem der blinde Glaube daran, zu den Gewinnern zu gehören! Der Verkäufer möchte natürlich immer Gewinner sein! Das Geschäft zwingt ihn dazu, Gewinne zu erzielen. Und die meisten sind es auch – Gewinner nämlich. Da es bei einem Gewinn aber immer einen Verlierer gibt, zieht der Käufer, also der Kunde in dem Fall immer den kürzeren. Die Sache gleicht sich irgendwie dadurch aus, dass der Verkäufer gleichzeitig auch immer Kunde ist – und umgekehrt! Betrügen und betrogen werden, ist dies die Maxime, die ein solches System aufrechterhält? Ist es deshalb so schwer auszutilgen, weil wir immer zu beiden Seiten gehören?! Es ist ein Spiel, in dem der oder die Stärkere gewinnt. Ein Kampf ums Überleben für die meisten, ein Kampf um Macht für die Wenigen, die wirklich Gewinner bleiben am Schluss…?

Abonnieren Sie meinen Newsletter und werden Sie über alle neuesten Beiträge monatlich informiert! 69

Urs Weth, „Selbst-Reflexion als soziale Kernkompetenz“ – „Ursli und der Traum vom Schiff“, Kinderbuch… – „Lebendige Prozesse“, Fachbuch über Kunsttherapie…

Das Gute im Menschen…

gutboeseIst das „Gute“ in jedem Menschen veranlagt? Das war eine Frage, die mir letzthin gestellt wurde. Gewiss! sagte ich. Das Gute zu definieren hingegen fiel mir weitaus schwerer. Dennoch will ich es auf einen Nenner bringen: Das Gute ist das, was der Mensch vom anderen erwartet, dass dieser ihm selbst tun soll. Was wir umgekehrt vom anderen verlangen, ist gelinde gesagt, nicht immer ganz uneogistisch, ohne es gleich beim („bösen“) Namen zu nennen.

Die Frage ist: Was möchten wir denn, was der andere uns tut? Achtung, Anerkennung, Einfühlungsvermögen, Offenheit, Toleranz usw.? Kein Mensch möchte darauf verzichten und es tut uns wohl, es vom anderen zu erhalten, vor allem dann, wenn es uns selbst schlecht geht. Umgekehrt tun wir uns oft sehr schwer damit, genau dies anderen zu schenken.

Einer der „weisesten“ Sprüche, die mir letzthin zu Ohren kamen war: „Wenn Du Dir nichts leistest, bist Du Dir nichts wert“. Der Spruch sagt im Grund lediglich aus, dass wir das „Haben“ dem „Sein“ voranstellen sollen, weil wir „uns sonst nichts wert seien“. „Geben ist seliger denn Nehmen“ heißt es doch so schön im christlichen Kontext (und nicht nur dort). Das „Haben“ bestimmt das „Sein“ und unser Wertgefühl in einer überladenen, verwöhnten Gesellschaft. Ohne den gesellschaftlich anerkannten Wohlstands-Standart, das geliebte Auto, Haus, den Schmuck und (oft unnötige) Güter aller Art usw. sind wir (uns) scheinbar nichts wert. Das stimmt natürlich aus Sicht des Egos, nicht aber für das, was „dahinter“ lebt in jedem Menschen, was wir wirklich mit dem „Guten“ verbunden wissen möchten.

Der wirkliche Wert unserer Persönlichkeit muss also tiefer liegen, unter der „scheinbaren“ Oberfläche. Dieses „Gute“ steckt irgendwo hinter dem Schleier jeder Persönlichkeit, nur ist es oft nicht so einfach zu finden. Es zu erkennen ist aber von großer Bedeutung für die eigene Entwicklung und diejenige der ganzen Menschheit. Der „Schatten“, wie ihn auch C.G. Jung nennt, verdeckt dieses Gute; das was uns auch zum „Schenken“ beflügelt. Schenken ist doch für die materiell besessene Welt der absolut größte Blödsinn, den man sich vorstellen kann. Es sei denn, man hat in irgendeiner Weise einen Nutzen davon: „wenn ich ihm das oder jenes „schenke“ (eigentlich nur gebe), bekomme ich vielleicht später einmal dieses oder jenes zurück“! „Geschenke“ dieser Art dienen quasi als Scheck oder Schuldschein für eine Art „berechneter Rückzahlung“.
Warum schenkt man denn dann überhaupt? Welche Motive stecken dahinter?

Das „Gute“ rechnet nicht. Dadurch erst wird das Schenken zum bedingungslosen Liebesakt. Im „Reich des Guten“ gibt es keine Zahlen, keine „Gewinne“, keine „Renditen“ usw. sondern nur Liebe. Materialistisch gesehen hat dieses Wort heute etwas Anrüchiges bekommen. Denn diese Liebe wird immer wieder von einem Schatten überdeckt, der unsere tieferen Schichten verhüllt. Geschenke haben oft einen trügerischen Aspekt. Sie kaschieren „böse Absichten“ mit dem sogenannten Guten. Die Maske des Guten legt sich wie ein Schleier über dieses Böse. Das zu erkennen ist nicht immer einfach, denn dahinter verbirgt sich so manche List. Das Bedürfnis jemanden zu beschenken, hat hingegen einen unbezahlbaren Wert. Er liegt jenseits des Berechenbaren. Jeder von uns hat das bestimmt einmal in seinem Leben erfahren. Die Frage, ob es im eigenen Budget noch drin liegt, berührt dabei kaum. Davon abgesehen sind echte Geschenke in diesem Sinn viel wertvoller, weil sie nichts verstecktes einfordern.

Die Kultur des Schenkens wäre das Ende aller Kriege. Sie wäre die logische Folge einer reif gewordenen Gesellschaft. Indessen fordert die Gesellschaft, vor allem die westliche, immer mehr materiellen Reichtum und Wachstum ohne Ende.

Urs Weth, „Selbst-Reflexion als soziale Kernkompetenz“ – „Ursli und der Traum vom Schiff“, Kinderbuch… – „Lebendige Prozesse“, Fachbuch über Kunsttherapie… und jetzt neu auch eines über Anthroposophie… Glaube oder Wissenschaft? und über Kunst – ein kreatives Thema… und noch ein Kunstbuch mit dem Titel: Form-Lust

Vogel friss oder stirb…

VogelaquarellDialogbereitschaft oder das Kämpfen für eigene Ideale, was ist wichtiger? Diese Frage stellt sich mir zunehmend, wenn ich versuche, unbefangen in die Welt zu schauen. Sicher, es gibt viel zu tun, um eine „bessere Welt“ zu schaffen!

Nur: eine „bessere Welt“?!? Was ist die „bessere Welt“? Manche Stimmen sagen: „Ja, das liegt doch auf der Hand, diese Welt ist doch voller Abzocker und Egoisten! Jeder schaut nur noch für sich! Vogel friss oder stirb! Das muss die Devise sein…“  Der Spruch war übrigens auch die Devise eines großen europäischen Diktators zu Beginn seines Wirkens in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts… „Wenn du nicht für dich schaust, dann schnappt dir der Andere die besten Brocken weg. Du kommst zu nichts, wenn du dich nicht durchboxt!“ Zumindest bis vor drei, vier Jahrzehnten waren Parolen wie diese, trotz aller Erfahrungen eines fürchterlichen Kriegs, so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche. Heute ist man da schon etwas vorsichtiger geworden mit Aussagen dieser Art. Die Worte werden gewiss immer milder, aber die Taten sind dieselben (oder schlimmer) geworden, nur verdeckter. „Was redest du da von Dialogbereitschaft? Zuerst müssen wir doch die bestehende Welt „verbessern“! Was soll das ganze Geschwafel von Dialog und so, miteinander reden… wenn es doch keine Resultate gibt? Was es braucht, sind doch in erster Linie Taten. Unsere Ideen und Parolen sind die besten!“

Diese Argumente bringen jeden hintergründigen Denker schnell zum Schweigen (oder ins grübeln…). Es scheint tatsächlich so zu sein, dass es oft an Taten mangelt! Die Frage ist nur, weshalb mangelt es daran? Wenn ich auf das globale Finanzsystem schaue und auf die Turbulenzen der letzten Jahre, wo vor allem die mittleren und kleinen Einkommen/Betriebe wieder dran glauben mussten, dann scheint es mir auch so, dass es an Taten mangelt. Aber wie sieht die Lösung des Konfliktes aus? Es gibt eben keine Lösung, es gibt nur immer wieder viele Lösungen! Und da liegt das Kernproblem. Es gibt sehr viele (durchaus gute) Konzepte, Stichwort „Grundeinkommen“, „Vollgeldreform“ bis hin zu interessanten Tauschgeldsystemen, zinslosen Geldsystemen und so weiter und so fort.

Alle wollen im Grunde nur das Eine, aber keiner wird es wohl wirklich schaffen, die vielen Herren (und wenigen Damen) an den Schaltern der Macht zu stürzen. Warum? Weil es zu viele in der Grundausrichtung ähnliche, aber in der Ausführung verschiedene, Ideen gibt! Und dabei glaubt jeder ausschließlich an SEINE Lösung, an SEIN Ideal. Keiner ist bereit, auf das Andere, auf den Anderen, einzugehen. Dies scheint das Grundübel der Zeit zu sein. Und so komme ich halt schon wieder zum Thema Dialog! Es wird letztlich jeder ein Verlierer sein, der nicht bereit ist, sich auf andere Ideen einzulassen. Solches relativiert das: „Ist doch klar, MEINE Lösung ist die Beste, sieht doch jeder ein, der einigermaßen vernünftig denken kann!“

Die Wahrheit liegt nicht im Mein, (haben im Übrigen Schopenhauer, Kant und viele andere bereits erkannt): Die Welt ist meine Vorstellung, sagen sie. Und wenn die Welt nur meine Vorstellung ist, dann sind auch meine Ideale eben NUR meine Ideale. Die große Frage bleibt also bestehen: Wie kommen wir auf diese Weise zu gemeinsamen Lösungen, zu Konsens? Indem sich viele Lösungen zusammenfinden und mischen? Faule Kompromisse also?
Nein! „Wo zwei oder mehr in meinem Namen…“ usw. – „…bin ich mitten unter ihnen…“, so heißt es doch im christlichen Kontext? Und das ist wahr! Damit ist gewiss kein Kompromiss gemeint, und schon gar kein fauler, sondern etwas Neues, was sich aus dem Zusammenwirken vieler ergibt! Und das bedingt eben den Dialog! Das hat nichts mit Friede, Freude, Eierkuchen zu tun. Es kann sogar ein harter Kampf und intensive Auseinandersetzung bedeuten. Das bedingt ein aktives und kreatives Eingehen auf den Anderen, das Andere, das Fremde. Ein „Retreat“ von eigenen Denkmuster und Gedankenkonstrukten sozusagen, von jahrzehntelang gepflegten und einverleibten Idealen, Meinungen und Vorstellungen. Und das ist verdammt schwer!

Warum gibt es denn so viele verschiedene (gute) Lösungen? Und nicht nur für unsere Wirtschaft: Jeden Tag sieht, liest und hört man es doch in den Medien: es wird gestritten und debattiert, unverrückbar auf Standpunkten herumgeritten. Eben: Unverrückbar. Keiner bewegt sich hin zum Anderen, lenkt ein bisschen ein, weil man immer das Gefühl hat, das eigene müsse doch das Beste sein für alle, das Objektive, Urteil des „gesunden Menschenverstandes“. Und man könnte dabei das eigene Gesicht verlieren! „Die anderen kapieren es einfach nicht, aber sie werden schon noch dahinterkommen, wenn…usw.“: Ohne diese Grundhaltung kann man in der Politik einpacken. Doch niemand verliert sein Gesicht, sondern gewinnt unbedingt etwas Wesentliches dazu: Vertrauen…

Ist es so schwierig vorauszusehen, dass sich unter diesen Umständen auf Dauer niemals etwas wirklich und nachhaltig verändern lässt? Sehen wir es nicht seit Jahrzehnten zum Beispiel im nahen Osten oder bei anderen unaufhörlichen Konflikten? Sind die Positionen der Mächtigen dort auch nur ein Mü aneinander gerückt; trotz scheinbaren Zwischenlösungen, Waffenstillständen und akrobatischer rhetorischer Eskapaden? Die Medien berichten im Grunde immer dasselbe, seit Jahrzehnten. Die Entwicklung mag zyklisch sein, aber ohne nachhaltige Aufwärtsbewegung! Und sie wird es solange bleiben, bis man vielleicht irgendwann endlich aufeinander zugeht. Das heißt aber, etwas von sich selbst abgeben zu müssen, einen Standpunkt zu verändern, einen Seitenblick wagen, offen sein. Jeder/jede muss ein Zäckchen aus seiner eigenen Krone picken oder mehrere. Was übrig bleibt, ist vielleicht nur noch eine Kappe, aber die gibt wenigstens warm…

Abgeben?!? Oder gar etwas schenken!?! Was für Unworte! Das ist das Gegenteil von dem, was heute gefordert wird! Wer sich seinen Anteil nicht selber nimmt, dem wird er genommen! Nur ja nicht ABGEBEN oder SCHENKEN! Alles muss stets wachsen (ausser die Löhne der Arbeiter). Wachstum geht über alles, sogar über Leichen! Immer weiter, immer höher, immer schneller – und immer mehr…

Doch auch die Natur kennt nicht nur Wachstum.
Was wäre der Jahreslauf, wenn wir ihn ausschließlich auf Wachstum beschränkten,
wenn die Blätter im Herbst nicht mehr fallen würden,
sondern endlos wachsen müssten?
Meines Wissens nennt man dies Phänomen auch Krebs…

Weniger ist nicht immer ein Verlust?
Ein weniger an materiellem wird mit Sicherheit ein Mehr an Freude,
Glück und Zufriedenheit bringen…

Urs Weth, „Selbst-Reflexion als soziale Kernkompetenz“ – „Ursli und der Traum vom Schiff“, Kinderbuch… – „Lebendige Prozesse“, Fachbuch über Kunsttherapie… und jetzt neu auch eines über Anthroposophie… Glaube oder Wissenschaft? und über Kunst – ein kreatives Thema… und noch ein Kunstbuch mit dem Titel: Form-Lust

 

Was kostet Ihr Ego?

GeldWaren Sie auch schon in einem Kaufhaus und suchten krampfhaft nach irgendeinem Gegenstand, der Ihre Kauflust anturnen sollte?
Unsere Bedürfnisse haben eine relativ hinderliche Persönlichkeits-Komponente, genannt das Ego. Wir neigen dazu, uns Dinge zu leisten, die wir uns eigentlich gar nicht leisten können. Oder wir können sie uns zwar leisten, aber sind in einem Zwiespalt zwischen Begehren und Verzichten gefangen. Oft siegt das erstere und ein schlechtes Gewissen folgt, weil es doch nicht genau das bringt, was wir uns von dem Ding, was es auch sei, erhofft haben.

So ähnlich läuft es manchmal auch in Beziehungen, wenn uns der Partner nicht das bringt, was wir uns von ihm erhofft oder erwartet haben. Wir fühlen uns betrogen und schieben nur zu gerne dem Anderen die Schuld in die Schuhe. Dinge, Gegenstände, Leistungen, Menschen: sie alle müssen unserem Ego den Wert bringen, den wir uns vorstellen. Hier spielt die Werbung vorzüglich und mit feinster psychologischer Raffinesse mit uns, weil sie gerne Tatsachen vortäuscht, einen Schein oder Glanz vortäuscht, welcher nicht wirklich zu erfüllen ist. Ohne das Ego hätte die Werbung nullchance. „Trinken Sie etwa noch nicht Nespresso wie George Clooney?“ Oder: „Auch Roger Federer tut es…“ usw.; was auch immer es sei, es muss gut sein, wenn die es tun…

Der äussere Schein oder Glanz der Welt verführt uns zu immer neuen und wiederkehrenden Fehlhandlung. Scheinbar ist die Komponente Ego eine höchst kluge Fehlkonstruktion der eigenen Persönlichkeit mit stets schlagkräftigen Argumenten. Auf dieselben Tricks fallen wir noch und noch herein. Von Lernfähigkeit ist da leidlich wenig zu spüren.

Die zwei angesprochenen Teilpersönlichkeiten in uns selbst, die offensichtlich miteinander im Widerstreit sind, kennt jeder zur Genüge: „Eigentlich ist es ja nicht vernünftig dies oder jenes zu tun…“, sagen wir oft, „aber ich kann mich einfach nicht zurückhalten“. Ein inneres Etwas streitet ständig mit seinem Kontrahenten, der Vernunft, oder wie wir es nennen wollen. Woher auch immer die beiden kommen und wie wir sie auch benennen, wir erkennen sie. Sie sind zweifellos vorhanden und lauern stets aufs Neue im Hintergrund auf.

So wird die Welt gefüllt mit Millionen, ja Milliarden von Egos, die eigentlich nicht kaufen, handeln oder tun sollten, was sie aber dennoch tun, stets und immer wieder, obwohl sie eigentlich nicht so recht wollen. Ein Kostenfaktor mit weitreichenden finanziellen Folgen. Gemäss dem anderen Teil Ihrer Selbst läppert sich da einiges zusammen im Laufe Ihres Lebens! Gewiss benennen wir es kaum als sinnlose Investition. Wir, als Ego angesprochen, finden immer gute und lohnende Argumente der Rechtfertigung. Und wenn irgendwo in stillen Momenten dennoch ein kleines Fragezeichen am Horizont des ewigen Seins erscheint, so haben wir stets irgendetwas zur Hand, was solch dumme Zweifel oder dämliche Fragen, verdrängt. Ein mühsamer, höchst ineffizienter Kreislauf des Lebens wiederholt sich. Kein Wunder wird die Welt nicht besser…

Urs Weth, „Selbst-Reflexion als soziale Kernkompetenz“ – „Ursli und der Traum vom Schiff“, Kinderbuch… – „Lebendige Prozesse“, Fachbuch über Kunsttherapie… und jetzt neu auch eines über Anthroposophie… Glaube oder Wissenschaft?

Schwere Zeiten…

goldSinnfragen treten ja vermehrt auch in solchen Zeiten auf, wo in irgendeiner Form gewisse Dinge überborden, bezw. das Mass nicht mehr gehalten wird. Wo auch immer dies auftritt, es wirkt zuweilen nachhaltig. Was würden Sie sagen, wenn ein Freund Ihnen 5000 Euro ausleihen würde und damit schnurstracks zum Spielcasino geht? Sie wären bestimmt nicht gerade erfreut darüber. Aber auf die Bank bringen Sie Ihr Geld normalerweise ohne mit der Wimper zu zucken, obwohl sie im Wesentlichen nichts anderes tut…

Ein Beitrag von Prof. Dr. Thorsten Polleit

„QE XXL“
Aktuelles & Neues

Geschrieben am: 15.09.2014 07:00

Die Europäische Zentralbank schreitet zur großangelegten Geldmengenvermehrung – weil der
Euroraum sich nicht zusammenhalten lässt, ohne dass der Euro nach innen und außen entwertet
wird. Die Europäische Zentralbank (EZB) steigt im großen Stil in das „Quantitative Easing“ (QE) ein:
Der Aufkauf von Schulden in Form von „Asset Backed Securities“ (ABS) und Pfandbriefen, bezahlt
mit neu geschaffenem Geld.
EZB-Präsident Mario Draghi deutete bereits ein Volumen von 700 Mrd. Euro an. Doch das wird
nicht das Ende der Fahnenstange, sondern nur der Anfang einer großangelegten
Geldmengenausweitung sein, eines „QE XXL“. Wie groß es werden kann, eröffnet der Blick auf das QE der amerikanischen Zentralbank (Fed). Sie hat die Überschussreserven der Banken soweit erhöht, dass sie nun die täglich fälligen Auszahlungsverpflichtungen übersteigen.
Letztere betragen 1.642 Mrd. US-Dollar, die Überschussreserven 2.704 Mrd. US-Dollar. Durch das QE wurde dafür gesorgt, dass die US-Banken bei einem „Bank Run“ nicht mehr zahlungsunfähig werden können. Je näher die Bankreserven an die Geldmenge M1 heranreichen, desto eher können die Banken die jederzeit fälligen Auszahlungsverpflichtungen ihrer Kunden erfüllen.

Würde die EZB lediglich die täglich fälligen Auszahlungsverpflichtungen der Euro-Banken mit Basisgeld decken, so müsste sie die Bankreserven um knapp 4.500 Mrd. Euro ausweiten. Ein gewaltiger QE-Betrag! Er entspräche etwa der Hälfte aller im Euroraum ausstehenden Staatsschulden, beziehungsweise 28 Prozent aller Kredite, die Euro-Banken an Staaten und Nichtbanken vergeben haben. Würde die EZB die Basisgeldmenge so stark ausweiten, wie es die Fed im Verhältnis zum US-Bankkreditangebot getan hat, müsste das Ankaufsvolumen mehr als 4.000 Mrd. Euro betragen.

Diese Überlegungen könnten darauf hindeuten, dass der Euroraum in der Tat vor einer
gewaltigen Ausweitung der (Basis-)Geldmenge stehen könnte. Solch ein „QE XXL“ der EZB hätte
eine Reihe von Konsequenzen.

weiter

Ein „individuelles Grundeinkommen“

Einleitende Gedanken

monopoly

„Das Geld ist da, der Platz zum Horten auch. Und sie sind ja schön, die Möbel, das Auto, die Klamotten. So füllt sich der Rucksack des Lebens. Und unter ihrem wuchernden Hausstand schleichen die Menschen langsamer und langsamer dahin. Bis endlich alle Bewegungsenergie verbraucht ist und sie zu Archivaren im Museum ihres eigenen Lebens geworden sind…“ (Hermann Scherrer)

Die Frage nach einem „bedingungslosen Grundeinkommen“, die in den vergangenen Jahren hitzige und kontroverse Diskussionen auslöste, hat auch mich zunehmend und nachhaltig beschäftigt. Vor allem die Frage: wie kann ich mich, auch ohne die offizielle staatliche Zustimmung (Stichwort: bevorstehende Volksabstimmung in der Schweiz), für ein solches Anliegen auf Vordermann bringen und mein Leben in wirtschaftlicher Hinsicht individuell optimieren…

Damit soll nun nicht wieder ein neues „System zur Rettung der Menschheit“ propagiert werden, sondern lediglich eine kleine praktische Möglichkeit ohne objektiven Charakter. Es geht mir hier also nicht um die Frage nach der Bewertung eines generellen, staatlich abgesegneten Grundeinkommens, sondern darum, sofort und ohne Rechtfertigungszwang, ganz unverbindlich und höchst privat sozusagen, etwas monetäre Ordnung unter neuen Gesichtspunkten in das eigene Leben bringen.

Entgegen allem Wachstumszwang gehört erstens etwas Mut dazu und zweitens die Einsicht, dass jeder von uns Teil des „Systems“ ist. Auch im Zusammenhang mit meinen Kernanliegen (Selbstreflexion als soziale Kernkompetenz) oder generell allen Themen gegenüber, wo es um dieses „Kern“ – Geschäft, nämlich dem Finden des eigenen (Kerns) geht …im Zusammenhang also mit diesen Fragen, ist es nicht unbedeutend, auch immer wieder über Geld (im Sinne des Geistes, der darin liegt) nachzudenken. Wie bereits in den zwei Aufsätzen „Die 7 Abhängigkeiten“ erwähnten Argumenten, verhindern gerade diese Geldangelegenheit erfolgreich die tieferliegenden Anliegen unseres Herzens. (Vor allem bei denen, die es nicht haben…). Inzwischen gibt es einige scheinbar erfolgreiche Modelle für ein Leben ganz ohne Geld. Wenngleich solche Bemühungen spannend und lobenswert sind, so bleiben sie dennoch in den meisten Fällen sekundär im „System“ verankert (über Freunde, die Geld haben oder Nahrung, Unterkunft zur Verfügung stellen usw.).

Aufgrund dieser Ideen kam ich auf die Frage, wie sich das persönliche Leben trotzdem für jeden, unter Berücksichtigung der eigenen sozialen Anliegen, optimieren lässt! Es fielen mir einige Dinge auf, die vielen von uns üblicherweise eigen sind, wenn wir in wirtschaftlichem Sinn an „Optimierung“ denken. Dabei geht es uns – und (fast) jedem Unternehmen auch – hauptsächlich um die Optimierung der Einnahmenseite des Budgets, der „Mehr – Bilanz“, wie ich sie nenne. Dies erfordert ein hartes Abgrenzen und Konkurrenzdruck, ein sich Behaupten gegenüber den anderen, die sich genau so verhalten:

Mehr –  Bilanz:

Absurderweise findet man diese Maxime auch in Bereichen, wo sie etwas seltsam anmuten. Zum Beispiel wenn ein großer Pharmakonzern davon träumt, dass ein Medikament ein „Kassenschlager“ wird. Dies kann es ja nur, wenn möglichst viele Menschen die dem Medikament zugrunde liegende Krankheit haben (bekommen). Man kann sich fragen, ob die Interessen da bei der Gesundheitsförderung liegen. Dies nur als Nebenbemerkung…
Doch zurück zum Thema: Normalerweise hat man (jetzt mal aus privater Sicht) ein Einkommen zur Verfügung, welches sich aus regelmäßigen oder spontanen Einkünften generiert. Daraus errechnet man dann die einzelnen Posten und Ausgaben für fixe und variable Kosten, die man z.B. für ein Jahr zu erwarten hat.
Die meisten Menschen versuchen dabei stets, die Einnahmenseite zu verbessern, sprich immer mehr zu verdienen. „Wenn du mehr hast, kannst du mehr ausgeben und dir mehr leisten„, sagen sie. „Du kannst im nächsten Jahr vielleicht länger Ferien machen oder mal etwas weiter reisen als normal oder es liegen gewisse Extras drin, wie z. B. ein neuer Fernseher oder eine neue Play-Station, ein Motorrad oder ein kleines Pool im Garten, neue Möbel oder ein neues Auto usw.“

Die Rechnung zielt also bei vielen Leuten auf Wohlstandswachstum ab. Dazu kommt (das muss gerechterweise erwähnt werden), dass die Preise stetig steigen , die Lebenskosten werden höher, die Krankenkassen Prämien schwellen von Jahr zu Jahr an usw. (nur: eben gerade deswegen, weil die anderen auch unter dem Motto des „Mehr“ wirtschaften). Ungeachtet dieser gegebenen Faktoren, die (zunächst) nicht beeinflussbar sind, stehen die anderen, persönlichkeitsabhängigen gegenüber. Wohl könnte die Vermutung nahe liegen, dass die Einsicht in dieses Verhalten und eine Kehrtwende aller, die sich dessen bewusst werden, durchaus auch auf die Preise, im positiven Sinne, nachhaltige Auswirkungen hätten. Die Kehrtwende müsste über eine andere Art der Bilanzierung erfolgen, die ich hier die Weniger – Bilanz nenne.

Weniger – Bilanz 

Ich habe mir die Überlegung gemacht, wie kann man das Gegenteil der erwähnten Entwicklung erreichen und eine Kehrtwende einleiten. Das hieße nicht etwa sparen, verzichten, leiden und Abstriche machen bis zum „geht-nicht-mehr“, sondern, bei einem weiter andauernden Wohlgefühl, dennoch Kostenaufwände zu minimieren. Die Bilanz würde dann etwas anders aussehen, weil die Frage umgedreht wird. Also nicht, wie kann ich immer mehr erhalten um mir mehr zu leisten, sondern wie viel muss ich arbeiten, um demjenigen Standard gerecht zu werden, den ich aufrecht erhalten möchte! Das mag nun nach Vollaskese aussehen und auf manche Hardcore-Egos abstossend wirken. Aber das muss nicht zwingend so sein. Die Verlagerung findet zwar mittel- und langfristig auf der Seite der persönlichen Ansprüche statt, was das Geld anbelangt, wiegt dafür umso mehr die andere Seite auf, Raumgewinn und Zeitgewinn. Es ist also lediglich eine Frage der Prioritäten – und damit mehr Freiheit. Dazu unten mehr…

Um nun konkret zu werden, kann man eine Kostenrechnung der Ausgangslage aufstellen. Welche Kosten verursache ich gegenwärtig. Dafür gibt es dutzendweise Checklisten im Internet, die helfen, solche Kosten realistisch einzuschätzen. Diese Aufstellung zeigt mir dann eine Gesamtsumme meines aktuellen Standards. In meinem Fall (als Selbstständiger), könnte ich nun ausrechnen, wie viele Arbeitseinheiten ich pro Woche leisten muss, um diesen Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Dazu teile ich die Summe der, meines Erachtens unabdingbaren, Ausgaben durch die Jahreswochenzahl und die Honorareinheit, die ich berechne. Dies ergibt die zu leistenden Stunden meines persönlichen Nutzungsniveaus, welches ich aktuell erhalten muss oder will. Vielleicht ist der eine oder andere erstaunt, was dabei herauskommt. Dabei kann sich jeder im Laufe der folgenden Jahre die eine oder andere „Unverzichtbarkeit“ zu Gemüte führen und das Wohlfühlniveau stets nach Belieben nach unten (im Sinne des Geldes), oder nach oben (im Sinne der Freiheit) korrigieren… („das letzte Hemd hat ja eh keine Taschen…“)

Man kann sich fragen: Was soll das ganze?

Ziel der ganzen Angelegenheit ist die Optimierung freier Zeit, die nicht kostenabhängig ist. Zeit, die mir zur Verfügung steht, genau das zu tun, was mir wirklich am Herzen liegt, fern von jeglicher systemrelevanter und monetärer Pflichtleistung. Diese freie Zeit kann von Jahr zu Jahr optimiert werden. Alle in der Mehr – Bilanz angeführten Posten, lassen sich jederzeit durchchecken. Immer mit der Frage der absoluten Notwendigkeit. Dabei sollte es nie zu großen oder unrealistischen Einschätzungen kommen. Die Freude sollte nie durch negative Belastungen überdeckt werden. Wer es liebt, von Zeit zu Zeit auswärts essen zu gehen und dazu gerne eine gute Flasche Wein trinkt, der kann sich ja überlegen, ob es auch vier mal im Monat reicht statt der bisherigen 8 mal. Damit kann er schon leidlich Geld sparen ohne deswegen gleich unter schwerem Verzicht zu leiden. Dies nur als Beispiel. Für jedes eingesparte Vergnügen bekommt man auf der anderen Seite freie Zeit geschenkt. Dabei ist es ja nicht verboten, dass auch die dortigen Leistungen (also die der „freien Zeit“) Geld einbringen dürfen. Sie müssen nicht zwingend ehrenamtlich sein. Aber es besteht bei der „Weniger – Taktik“ keine absolute Notwendigkeit und keine Abhängigkeit mehr. (Dieses Privileg haben normalerweise nur sehr reiche Leute…)

Es geht ja immer darum, den Raum der eigenen Herzensangelegenheiten zu vergrößern. Das heißt Befreiung von Pflichtabhängigkeit wirtschaftlicher Art. Der Vorgang beschreibt eine Methode, sich selbst eine Art „individuelles Grundeinkommen“ zu sichern ohne den Verlust von Freude und Begeisterung (im Sinne Urslis…;-) und dabei die Abhängigkeiten äußerer Faktoren zu verringern (siehe auch letzte Artikel über die sieben Abhängigkeiten).

Beispiele für Budgetvorlagen

Urs Weth, „Selbst-Reflexion als soziale Kernkompetenz“ – „Ursli und der Traum vom Schiff“, Kinderbuch… – „Lebendige Prozesse“, Fachbuch über Kunsttherapie…

Gibt es ein Leben vor dem Geld?

GeldHaben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was der Mensch wäre, wenn es kein Geld gäbe? Oder wie die Gesellschaft aussehen würde, wenn es kein Geld gäbe? Oder wie Ihr Leben persönlich ohne Geld aussehen würde? Ohne Geld!? Das ist doch gar nicht möglich, werden Sie sagen! Geld wurde in unserer Gesellschaft im Lauf der letzten Jahrhunderte zu einer Lebensnotwendigkeit wie Wasser und Luft! Es gehört quasi zu den Grundelementen der Spezies homo sapiens.

Und trotzdem, das war nicht immer so! Man kennt ja alle die Formen wirtschaftlichen Zusammenlebens aus der Geschichte der Menschheit. Ist denn unser heutiges System, welches wir seit etwa 500 Jahren – mehr oder weniger erfolgreich – pflegen, sakro sankt und unumstösslich? Wie sähe die Menschheit aus, wenn es kein Geld gäbe? Würden wir alle elendiglich zu Grunde gehen?

Gewiss, in einem System, wie wir es kennen, kann man unter Umständen tatsächlich nicht lange überleben, solange man dies als Einzelner tut. Zumindest würden Geldmittel aus anderen Quellen notwendig (Sozialhilfe, Arbeitslosengeld etc.). Der Grund dafür ist die allgemeine Vernetzung, die uns schleichend vom globalen Geldsystem abhängig gemacht hat. Das Spinnennetz des finanziellen Verbundes befestigt alle Menschen mit einem unsichtbaren Band um ein gemeinsames Zentrum: der Bank. Die Matrazen haben definitiv ausgedient. Sobald jemand geboren wird, ist er kostenpflichtig! (Meist schon vorher…) Leben kostet immer Geld, auch wenn wir jetzt einmal von den Grundbedürfnissen absehen. Allein auf der Welt zu sein, kostet. Dies gilt zumindest für unsere westliche Kultur. Niemand kann sich aus diesem Verbund mehr ausklinken*.

Natürlich kann jeder Einzelne sich dem eingespielten Finanzkoloss verweigern und versuchen,  „geldlos“ zu leben. Es gibt gute Beispiele dafür und ich bewundere sie, einerseits. Andererseits aber wird selbst das immer auf Kosten anderer geschehen müssen. Das Problem ist damit nicht wirklich gelöst. Irgendjemand muss mir einen Schlafplatz geben, mich nähren, die Lebenskosten bezahlen und dergleichen. Ich kann Arbeit als Gegenleistung erbringen, dennoch bleibe ich immer mit der Kette des allgegenwärtigen Geldstromes verbunden. Ansonsten bewege ich mich schnell an der Grenze des Illegalen und werde bald strafrechtlich verfolgt. Arbeiten darf ich natürlich jederzeit, aber sobald ich Geld dafür bekomme, bin ich wieder im System verwoben und steuerpflichtig. Mindestens das zweite Glied bleibt im System eingebunden und übernimmt gewisse Kosten für mich (seien es Freunde, die Familie, das Sozialamt oder andere). Insofern bleibe ich ein „Parasit“ (sprich Abhängiger) des Systems: Keine Rede von Freiheit, bestenfalls im egoistischen Sinn.

Ich frage mich, wie man ein solch dicht vernetztes und global verankertes System überhaupt aushebeln könnte, sei dies durch andere Geldsysteme oder durch neue Handels- und Finanzstrukturen – und; gibt es nicht immer Gewinner und Verlierer dabei? Gibt es so etwas wie ein wirklich gerechtes und absolut bedingungsloses „System“ oder ist es nicht – wie immer – nicht system- sondern bewusstseinsbedingt? Gäbe es grundsätzlich Möglichkeiten globaler Veränderungen, die selbst die heilige Kuh Geld (oder doch zumindest das aktuelle Finanzsystem) in Frage stellen würden und die für alle Menschen gleichermassen ein Gewinn sein könnten? Die Frage ist deswegen so schwierig zu beantworten, weil die Umsetzung immer mit großen materiellen Verlusten gewisser Menschen verbunden bleibt. Jede Umsetzung generiert ihre Opfer, bei den Schmarotzern, die in grossem Stil in diesem System absahnen, ebenso, wie auf der anderen Seite bei den Parasiten, die damit ihre derzeitige Lebensgrundlage verlieren!

Es gibt wohl keine Jetztlösung – und schon gar keine, die eine so breite Akzeptanz fände, dass sie eine Chance zur Umsetzung bringt. Jede Veränderung eines Systems ist IMMER eine Bewusstseinsfrage! Es muss die Einsicht auf Gerechtigkeit in jedem Menschen (bei den Schmarotzern, wie bei den Parasiten) so stark sein, dass sie entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen, weil sie wissen, dass es – ganzheitlich betrachtet – letzlich wieder ein Gewinn für ALLE und für die allgemeine Lebensqualität bringen würde. Denn diese kann man nicht mit Geld kaufen…

Und das hiesse für den Einzelnen: Einsehen: „ich bin ein Schmarotzer“, oder „ich bin ein Parasit“, und entsprechende Konsequenzen daraus ziehen… (Alle nicht davon Betroffenen haben dieses Bewusstsein ja schon, nur sind es bislang wohl viel zu wenige…). Jede nicht bewusstseinsbedingte Veränderung kann bestenfalls auf der Grundlage von Gesetzen beeinflusst werden. Aber Gesetze sind relativ, sie haben den Nachteil, dass sie nicht per se für alle einsichtig sein müssen, sondern nur für die Mehrheit (…und die „Mehrheit“ ist oft nicht einmal 1/4 der Bevölkerung, wenn sie denn überhaupt gefragt wird, wie es in der Schweiz noch der Fall ist…). Und wer wehrt sich gegen diese Gesetze? Die Betroffenen natürlich! Und wer sind in diesem Fall die Betroffenen? Die Mächtigen! Und wer hat letztlich das Sagen? Eben…

…der Kreis schliesst sich und die Welt dreht sich weiter um die Sonne wie vorher. Gelder werden in bankrotte, hochverschuldete Länder gepumpt (…und das sind nicht etwa die vermeintlich schwachen Staaten, sondern prominente wie die USA usw.), es wird gedruckt, was das Zeug hält und das System wird künstlich aufgepumpt; dies obwohl jeder Scolar mittlerweile weiss, dass es so nicht ewig weitergehen kann! Und warum tut man es denn trotzdem? Weil jeder noch einen Gewinn FÜR SICH SELBER abzwacken will. So quasi: Nach mir die Sintflut! Und diese Einzelnen werden mit Sicherheit auch Gewinne machen damit. Ob sie damit persönlich glücklicher sind, bezweifle ich. Der grösste Teil aber wird langfristig nur verlieren. Müssen wir es einfach ertragen? Können wir auf sogenannten „offiziellen“ Wegen (Gesetzesvorlagen, Abstimmungen etc.) überhaupt Erfolg haben? Ist die globale Finanzmacht (und mit ihr die Politik, die Wirtschaft) nicht immer am längeren Hebel? Und verschwenden wir unsere Energien nicht letztlich am falschen Ort?

„Kopfsache“ sagt man mittlerweile auch schon beim Fussball und im Sport. Was damit gemeint ist, ist jedem klar: Die Gedanken und Emotionen prägen unser Tun und Handeln, nicht umgekehrt. Und es nützt nichts, wenn ich der beste Dribbler der Welt bin und fit wie ein Ass, gleichzeitig aber beim Anblick von 50000 tobenden Fans im Stadion in die Hosen mache. Da helfen Gesetze zur Verhinderung der Angst auch nichts. Und es den Spielern bloss zu sagen, hilft ebensowenig. Das Beispiel macht deutlich, wie eng das Bewusstsein an die Emotionen – und damit an die Handlung, gebunden ist und wie fatal oder (je nach dem) auch fördernd es sich auf diese wiederum auswirken kann. Die Angst vor meinem persönlichen Verlust, der persönlichen Arbeit, meiner Familie, Ansehen, Status usw. verhindert letztlich jedes sozialere und menschenfreundlichere Modell für ein besseres wirtschaftliches System bisher noch immer erfolgreich… (und nicht etwa der Mangel an guten Ideen…)

Urs Weth, „Selbst-Reflexion als soziale Kernkompetenz“ – „Ursli und der Traum vom Schiff“, Kinderbuch… – „Lebendige Prozesse“, Fachbuch über Kunsttherapie…

*Ich bin offen für andere Hinweise! Hin und wieder gibt es auch durchaus interessante Artikel in der Zeitschrift Zeitpunkt… zum Thema Geld

Besitz und Freiheit

Vor einigen Tagen erzählte mir ein guter Freund, er möchte all seine Besitztümer bis an sein Lebensende weggeben, um vollkommen frei und unabhängig zu werden. Natürlich meinte er es nicht so absolut und vielleicht auch nicht ganz so ernst, wie er es sagte. Dennoch sinniere ich seither über diesen Gedanken nach und frage mich, wie viel Freiheit nimmt uns der Besitz, den wir haben, wirklich?

Gewiss hatte ich diesen Gedanken in mir schon oft selber bewegt. Und der Wunsch, mit zunehmendem Alter, mein Hab und Gut eher abzubauen als aufzustocken, wird mir immer mehr zu einem inneren Wunsch. Dies umso mehr, als ich in den letzten 60 Jahren um die 30 Mal meinen Wohnort gewechselt hatte; allein seit meinem 18. Lebensjahr etwa 25 Mal. Da hieß es dann auch, die ständig wachsenden Berge von Kisten und das stets zunehmende Mobiliar anzupacken und am neuen Ort jeweils wieder zusammenzustellen.

Dies alles wurde mir zu einer Last. Bei meinem letzten Umzug, nach meiner Trennung, reduzierte sich der Stapel erstmals wieder. Und zwar beträchtlich. Und ich wünsche mir, sollte ich jemals wieder umziehen, dann sollte ein einziger Lieferwagen und eine Fahrt genügen. Andere können mit einem einzigen Koffer leben! So weit bin ich noch nicht. Aber es ist eine durchaus schöne Vorstellung für mich. Und wenn dies einst Tatsache werden sollte, bin ich damit wirklich freier geworden?

Freiheit, wie ich sie verstehe und wie ich sie zum Inhalt meines Selbst-Reflexion-Buches gemacht hatte, wird uns vor allem im Kopf entzogen. Es ist gewiss nicht möglich, sie alleine durch äußere Maßnahmen, durch Wechsel der aktuellen Verhältnisse usw., oder eben durch Aufgabe des Besitztums, einzufordern. Sonst hätten es reiche Menschen extrem schwer, frei zu werden. Da ändert auch dieses Bibelzitat wohl nichts daran: „Eher wird ein Reicher durch ein Nadelöhr kommen, als ins Himmelreich!“ Und mit „Himmelreich“ kann doch nur die absolute, innere Freiheit gemeint sein!

Viele bestreiten schon dies: die absolute Freiheit. Aber dieselben bestreiten wohl auch das Himmelreich… Dass wir in solcher Art, also auch mit „Besitz“, die Freiheit, wirkliches inneres Freisein, dennoch erleben können, das bezweifle ich indessen nicht mehr. Was ich nicht glaube ist, dass es möglich sei durch solche rein äußerliche Maßnahmen wie die Aufgabe seines Besitzes im Nachleben eines Franziskus von Assisi, nicht ohne weiteres zur Freiheit kommt. Und dass auch reiche Menschen, diese Freiheit erleben können, auch wenn ihnen viel Besitz „anlastet“. Und da liegt wohl der Schlüssel verborgen; in diesem „Anlasten“. Ein Etwas lastet nur im Kopf an, sonst nirgends! Wenn mir der Besitz zur Last wird, heißt dies nichts anderes, als dies: Meine Vorstellungen, diesen Besitz zu haben, lastet mir an. Und daran hängt die Vorstellung des „Mein“ an diesem Gut und Geld. „Mein“ ist keine Tatsache, sondern eine Vorstellung! Natürlich, ich habe dieses oder jenes gekauft und bezahlt. Damit verbunden ist die Vorstellung, dass dieses Ding nun in meinen Besitz gekommen ist.

Das gilt selbstverständlich absolut, wenn man die Sache rein rechtlich und wirtschaftstechnisch betrachtet. Moralisch könnte die Vorstellung aber auch anders aussehen! Denn an diesem Ding, was ich erstanden habe, hängt viel! Es hängt daran viel Arbeit und andere Ressourcen. Sie wurden irgendwo geschöpft. In irgendeiner Grube wurde das Silber, welches in meinem Fotoapparat eingebaut ist, geschöpft. Das Silber liegt irgendwo im Boden vergraben und irgendeiner hat es einmal entdeckt. Dafür brauchte er bis vor einigen Jahrhunderten nichts zu bezahlen. Er investierte schlicht und ergreifend Arbeit. Heute müsste er natürlich wiederum irgendeinem Staat oder sonst wem Gebühren zur Nutzung bezahlen und so weiter. Letztlich ist dann der Staat oder diese Staatsstelle wieder das letzte Glied des Kreislaufs der Macht. Dieses verfügt über die Werte, ohne Kostenaufwand, einfach, weil zum Beispiel die Miene innerhalb der eigenen Grenzen liegt. Dass dann schon mal, wie im Falle des Öls, mit Schrägbohrungen angezapft wird, ist auch bekannt. Alles, was kostenrelevant ist, um irgendein Produkt herzustellen, sind letztlich Arbeitsaufwendungen. Das Produkt, liegt irgendwo vergraben…

Gut so weit. Was will ich damit sagen und was hat dies nun mit den Vorstellungen des „Mein“ zu tun? Was gehört mir nun also? Die Materie? Oder doch nur Arbeitsleistung? Bezahlt habe ich immer nur für die Arbeitsleistung. Und sie gehört definitiv nicht mir. Denn jemand hat sie für mich gemacht, damit ich dieses Produkt, das iPhone oder was auch immer in den Händen halten kann. Und so erstehe ich mir, wenn ich reich bin, sehr viele solche Leistungen von Arbeit. Sie wird bezahlt, oft sehr schlecht bezahlt. So schlecht nämlich, dass einer, der mein iPhone herstellt, der Arbeiter/die Arbeiterin, der/die es zusammenbaut usw., sich selbst niemals so ein Ding leisten könnte.

Der Besitz, den ich habe, und der mich umgibt, besteht also in erster Linie aus Zeit, die dafür investiert wird. Das Rohmaterial gehört grundsätzlich (vom Standpunkt der Natur aus betrachtet), niemandem! Ich könnte ihn (den Besitz) vernichten, die Leistung, die investiert wurde wird sich dadurch in keiner Weise verringern. Sie wird nur noch grösser! Weil ich nun wiederum Zeit investieren muss für die Vernichtung. Und selbst wenn ich meinen Besitz verschenke, so wird die Zeit nicht verschwinden, die an diesem Produkt hängt. Dieses geht in andere Hände über, das ist alles. So gesehen, gibt es gar keinen Besitz! Denn die Zeit, die investiert wurde, um ein Produkt herzustellen und wofür ich Geld bezahlt habe, diese Zeit kann ich nicht vernichten. Ich kann sie auch nicht besitzen. Es ist lediglich eine Leistung, die ich bezahlt habe. Also kann mich Besitz auch nicht unfrei machen, weil es ihn gar nicht gibt!

Das Gefühl, etwas zu besitzen, ist ein Agreement der Gesellschaft, welches so konstruiert und geregelt wurde. Wir sind alle besitzlos! Und gleichzeitig besitzen wir alles! Es gibt manchmal nur ein paar Hürden, die den offenen Zugang verhindern. Auch dies sind Vorstellungen. Es sind die Gesetze, die uns rechtlich einbinden und unter Drohung von „Freiheitsstrafe“ behindern, Rohstoffe aus dem Boden zu holen, um etwas daraus zu machen. Natürlich geht dies bis zu einem gewissen Grad noch relativ leicht, etwa, wenn ich in den Bergen einen Bergkristall finde, oder in „meinem“ Garten etwas pflanze oder Lehm schürfe. Dann werde ich mich als Besitzer desselben fühlen. Dennoch bleibt dies alles Bestandteil der Natur und ich werde es ihr irgendwann wieder zurückgeben (müssen…). Im Fall der Pflanze ist es noch eindeutiger. Sie stirbt irgendwann von alleine, vermutlich vor mir, wenn es nicht gerade ein Baum ist.

Wenn sich also das „Mein“ als Vorstellung verkappt, dann verändert sich damit auch das Bild der äußeren Freiheit. Freiheit von was kann man fragen. Freiheit kann nur immer eine innere Qualität haben. Indem ich die Vorstellung des „Meins“ erkenne und durchschaue, mache ich mich letztlich erst frei von ihr. Sie ist es, die mich im Bann gehalten hat und die in mir ein schlechtes Gewissen verursachte.

Nichts desto trotz, zurück zu meinem Freund und dessen Absichten. Ich kenne das Gefühl sehr wohl, wie reinigend es sein kann, wenn man äußeren „Besitz“, wenn ich ihn nun einmal weiterhin so nennen will, reduziert. Solches Gut kann sicherlich zu einer Last werden und in uns eine große Menge anderer Vorstellungen verursachen, die uns viel Leid (aber halt auch viel Freude, auch wenn sie kurzfristig sein mag) bringen können! Das Anhängen an den äußeren Besitz verkompliziert das Leben zumindest, weil mit ihm immer wieder eine große Menge Fragen verbunden sind. Letztlich ist es das Geld, was uns in erster Linie einengt, weil wir von ihm vollkommen abhängig sind. Dies geschieht durch die Einbindung in ein weltweites System. Ein Leben in der zivilisierten, westlichen Welt ohne Geld ist schlicht nicht realisierbar, auch wenn ich entsprechende Versuche kenne. Alle diese Menschen, die dies versuchen, sind ganz einfach von anderen Menschen abhängig, die Geld haben. Sie sind davon abhängig, dass sie von anderer Seite ernährt und unterstützt werden. Ich bin gerne bereit, mich belehren zu lassen und gespannt auf positive Versuche diesbezüglich… letztlich bleiben auch solche Ideale zunächst lediglich Vorstellungen…

Abonnieren Sie meinen Newsletter und werden Sie über alle neuesten Beiträge monatlich informiert! 69

Urs Weth, „Selbst-Reflexion als soziale Kernkompetenz“ – „Ursli und der Traum vom Schiff“, Kinderbuch… – „Lebendige Prozesse“, Fachbuch über Kunsttherapie… – Einblicke in die Kunsttherapie… ein Resume nach 25 Jahren…